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MARCO BENETTI Brillendesign
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Die Liebe zum Detail ist wichtig

1. Dezember 2017

Für den italienischen Brillen-Musiker Marco Benetti steht gutes Design im Vordergrund. Sein gesamtes Leben hat er für die Entwicklung von perfekten Gebrauchsgegenständen verwendet, bis er sich 2002 auf das Brillendesign spezialisierte und u.a. für Hersteller SAFILO, die viele große internationale Marken vertreten, arbeitete. 2011 wurde er für seine Designleistung sogar mit einem Red Dot Design Award ausgezeichnet.

 

Seit 2006 ist er selbständig als Produktdesigner tätig, dabei stehen für ihn die Entwicklung von Marken-Kollektionen von optischen Rahmen und Sonnenbrillen in den Bereichen Luxus-, Street-, Casual- und Sportswear im Fokus. Bei einem großen Teil seiner Arbeit geht es vor allem um Farbkonzeption und die Entwicklung neuer, exklusiver Materialien, die zusammen mit den Herstellern getestet werden, um den Tragekomfort noch weiter zu verbessern.

 

Ein Grund, warum sich die WOOD FELLAS Gründer Stefan Muckenhirn und Jan Priepke 2012, als sie ihr Eyewear Brand ins Leben riefen, von Benetti beraten ließen, um in Handarbeit aus Naturmaterialien Korrekturbrillen und Sonnenbrillen herzustellen. Seit 2016 liegt das Design  der WOOD FELLAS Brillen in seiner Hand. So entstehen regelmäßig neue Kollektionen, die sich in vielerlei Hinsicht von anderen Marken abheben, oder?

 

 

 

Welche Designer und Künstler hatten und haben den größten Einfluss auf deine Arbeit?

 

Ich lasse mich nicht direkt von anderen Designern inspirieren, ich surfe sehr viel im Netz und schaue mir Magazine an, schaue mir Seiten junger japanischer Designer und Blogger an. Es kann ein vorbeifahrender Zug sein oder ein Tier, irgendetwas, das ich sehe – Inspiration findet sich überall, größtenteils finde ich es im World Wide Web.

Was ist gutes Design für dich?

 

Gutes Design muss meine Gefühle ansprechen, es ist schön und funktional.

 

 

Was reizt dich am Brillendesign?

 

Zu Beginn meiner Karriere, vor etwa 16 Jahren, habe ich Armaturen designt. Dann wollte ich etwas mehr in Richtung Mode gehen, obwohl ich keine Ausbildung in diesem Bereich hatte. In Padua, wo ich wohne, gibt es sehr viele Brillenmanufakturen. Dort haben sie einen Designer gesucht und so bin ich in dieses Business gekommen. In diesen sehr bekannten Unternehmen, habe ich viel gelernt und so bin ich ein Brillendesigner geworden.

 

 

Was gilt es beim Design eines passenden Rahmens zu beachten?

 

Jedes Gesicht ist unterschiedlich und nicht jedem passt jede Brille. Trotzdem muss jedes Gestell auf vielen verschieden Nasen halten. Dabei muss die Physiognomie des Gesichtes beachtet werden, die Maße im Verhältnis – und doch: es gibt nicht den perfekten Rahmen für alle.

 

 

Seit wann arbeitest du für WOOD FELLAS?

 

Ich habe für zehn Jahre bei einem der bekanntesten Hersteller gearbeitet und in dieser Zeit viele wichtige Marken kennen gelernt. Vor sechs Jahren habe ich mich entschlossen selbstständig zu werden, mein eigenes Unternehmen zu eröffnen und eine andere Art von Brillen zu entwerfen. Dabei traf ich auf Stefan und Jan.

 

 

Was macht WOOD FELLAS so speziell?

 

Für mich ist der Bezug zur Natur sehr wichtig. Die wilde, ungezähmte Natur, das ist wirklich sehr wichtig für mich, obwohl sich die Welt momentan in eine andere Richtung entwickelt. Deswegen habe ich genau nach so einem Unternehmen gesucht, für die Nachhaltigkeit und Natur im Mittelpunkt stehen. Das macht unsere Zusammenarbeit zu einer ganz besonderen Verbindung.

 

 

Nach welchen Kriterien wählst du Materialien aus und was macht Holz oder Stein als Designmaterial interessant?

 

Ganz unterschiedlich, je nach Projekt. Im Falle von WOOD FELLAS steht alles in Verbindung mit der Natur und da lag es auf der Hand mit Holz und Stein zu arbeiten. Der Designprozess ist vom Material abhängig. Die Materialdicke und Farbe wird durch das Ursprungsmaterial definiert. Die Schwierigkeit dabei ist, Stabilität zu schaffen und gleichzeitig die Leichtigkeit des Materials zu erhalten.

Gibt es einen Unterschied beim Design von Korrekturbrillen zu Sonnenbrillen?

 

Nein, mit Ausnahme der Gläser natürlich. Da gibt es sehr viele verschieden Varianten, mehrfarbige Spiegelgläser oder sandgestrahlte Gläser und die Hersteller sind sehr am Design neuer Gläser interessiert.

 

 

Was ist der Unterschied eines Premiumherstellers, zu preiswerteren Herstellern?

 

In erster Linie die Qualität des Produktes in allen Herstellungsschritten, vom Material über das Design bis zur Fertigung. Bei WOOD FELLAS erkennt man zum Beispiel die Liebe zum Detail an der genauen Ausführung.

Welches Produkt außerhalb von Brillen, würdest du gerne designen?

 

Ich wäre gerne Musiker ...

 

 

Hörst du Musik während des Arbeitens?

 

Immer. Am liebsten Jazz, Miles Davis, aber auch Klassik, Bach und Mozart. Am nächsten Tag dann lieber Progressiven Rock und Frank Zappa. Ich spiele selbst Bass, als Hobby in einigen italienischen Bands.

Musik und Espresso.

Wie beginnt ihr typischer Arbeitstag?

 

Mit Bier (lacht), nein, nein, mit italienischem Espresso natürlich.